88, Spescha, Ursin, Bike Team Solothurn, VC Surselva, SUI

Die Schlammschlacht von Albstadt

Das lange Warten auf den Start der Weltcupsaison hat in diesem Wochenende ein Ende genommen und das Bike Team Solothurn bestritt das erste gemeinsame Weltcuprennen im Baden-Württembergischen Albstadt.

 

Die einwöchige Pause nach dem intensiven Rennwochenende von Solothurn schien allen Mitgliedern des Bike Team Solothurn gut getan zu haben. Voller Motivation und mit grosser Vorfreude reiste das Team am vergangenen Freitag nach Deutschland um das erste gemeinsame Weltcuprennen der Saison zu bestreiten. Ursin Spescha konnte bereits Weltcupkilometer im Südafrikanischen Stellenbosch sammeln und so als Einziger mit ersten Eindrücken der Weltcupsaison anreisen.

 

Die Strecke in Albstadt gilt als anspruchsvoll. Die vielen technischen Finessen und die Höhendifferenz fordert von den Fahrern technisches Geschick und viel Power in den Beinen. Die Unterlage der Weltcupstrecke litt zudem unter den Nachwirkungen des Regens von vergangener Woche, was die Herausforderung nicht schmälerte. Als es rund eine Stunde vor Rennbeginn auch noch zu Regnen und Gewittern begann war die Aufgabe angerichtet.

 

Um 14.00 Uhr startete das stark besetzte Starterfeld der U23 Herren auf die Startrunde und die anschliessenden fünf Rennrunden. Bereits in der ersten Runde wurde allen klar – dies wird eine regelrechte Schlammschlacht. Doch mit einer guten Leistung am Start, konnten sich Nick Burki und Vital Albin bereits früh in aussichtsreiche Positionen bringen. Vor allem Burki setzte einen Blitzstart auf den rutschigen Albstadter Untergrund und machte bereits in der ersten Runde über 30 Plätze gut! Ursin Spescha, der mit der Nummer 88 in Rennen startete musste bereits am Start viele Fahrer ziehen lassen und früh zur Aufholjagt ansetzen.

 

Nach einer guten Startrunde für Vital Albin, verlief die zweite volle Rennrunde bereits weniger erfreulich für den Bündner. Als er schon in der ersten Runde einige Fahrer passieren lassen musste und er mit Problemen an der mit Dreck verstopften Schaltung zu kämpfen hatte, setzten zudem physische Probleme ein. Der Leistungsabfall war zu gross und der Rückstand kaum zu kompensieren was zur Aufgabe des Rennens führte.

 

Ursin Spescha musste sich bereits nach der ersten Runde einen seiner Schuhe reparieren lassen. Dieser fiel den garstigen Bedingungen im hart umkämpften Feld zum Opfer. Doch Spescha konnte das Rennen fortsetzen und bereits einige Fahrer überholen. Im Aufstieg der dritten Runde bekundete die Schaltung erste Probleme. Dies führte schlussendlich dazu, dass sich kurz darauf der Wechsel samt Schaltauge komplett verabschiedete und die Fortführung des Rennens verunmöglichte. Es war offensichtlich – die widerlichen Bedingungen machten auch den weiteren Athleten stark zu schaffen!

 

Nick Burki konnte seinerseits Runde für Runde Plätze gut machen. Zeitweise konnte er sich bis in die Punkteränge vorkämpfen. Leider bremsten ihn in der vorletzten Runde zwei kleinere technische Zwischenfälle aus. Doch der Solothurner konnte das Rennen beenden und dank einem fulminanten Schlussspurt den 27. Rang für das Bike Team Solothurn sichern. Eine Demonstration Burkis nach der grossen Enttäuschung vom Heimrennen in Solothurn!

 

Am kommenden Wochenende reist das Bike Team Solothurn ins Tschechische Nove Mesto wo das nächste Weltcuprennen stattfinden wird. Ursin Spescha und Nick Burki werden für die Solothurner am Start stehen, Vital Albin wird sich währenddessen zu Hause auf seine kommenden Maturaprüfungen vorbereiten.